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Energie & Management, Ausgabe 13, 2014

Medienpartner- schaften zum gegenseitigen Nu󿿸en M edienpartnerschaften wer- den zum gegenseitigen Nutzen geschlossen: Die Kraftwerksmesse Power-Gen, der Konferenzveranstalter Euroforum, der VKU-Stadtwerkekongress oder die WAB-Offshore-Windenergiekon- ferenz und viele andere entscheiden sich regelmäßig für Energie & Ma- nagement als Partner. Im Rahmen einer solchen Zusammenarbeit wird in der E&M-Medienfamilie über die Konferenzen, Veranstaltungen und Messen in print und online berich- tet − vorab und im Nachhinein: Das kann von der einfachen Bannerschal- tung auf der E&M-Homepage bis hin zur Sonderbeilage reichen, die E&M beispielsweise jährlich zur Eurofo- rum-Jahrestagung Stadtwerke im Mai produziert. Quid pro quo – oder neudeutsch: Win-Win Im Gegenzug ist Energie & Manage- ment präsent: mit dem Logo in An- kündigung und Werbung, bei den Terminen selbst oder mit besonde- ren Angeboten für die Teilnehmer. Oft auch moderieren die Macher von E&M Diskussionsrunden oder ganze Veranstaltungen. Oder der Verlag organisiert komplette Messe- segmente und Fachforen wie auf der Messe Energy Decentral in Hanno- ver. Allein im Jahr 2013 haben sich knapp 100 Organisatoren für eine Medienpartnerschaft mit E&M ent- schieden.  R ainer Baake, Sven Becker, Matthias Berz, Dirk Bier- mann, Peter Birkner, Felix Höffler, Felix Matthes, Mi- chael Lucke, EwaldWoste und Wolfgang Zander: Das liest sich wie ein Who ist Who der deut- schen Energiewirtschaft. Tatsächlich aber handelt es sich um einen Auszug aus der Teilnehmerliste der Fach- und Schloss- gespräche, die Energie & Management allein in den vergangenen vier Jahren durchgeführt hat. Experten diskutieren, E&M berichtet Sei es die Frage nach der Notwendigkeit eines Ka- pazitätsmarktes, nach den neuen Herausfor- derungen für Verteil- netzbetreiber und deren technischen Service oder nach einer ersten Sondierung für die be- vorstehende Reform der Netzent- gelte: Führende Experten treffen sich auf Einladung von E&M und diskutieren über mehrere Stun- den die drängenden Fragen der Branche. Das geht entweder als Schloss-Gespräch am Redaktions- sitz in Herrsching, schließlich sitzt die Redaktion in einem kleinen (gemieteten) Schlösschen, oder als Fachgespräch, beispielsweise in Berlin. Entweder als nicht-öffentli- ches Brainstorming-Meeting oder als öffentliche Veranstaltung mit großem Publikum. Anschließend werden die Ergebnisse auf meist vier Seiten in Energie & Manage- ment dokumentiert. Im August 2012 hat die damals neue Denkwerkstatt Agora Ener- giewende ihre erste öffentliche Veranstaltung gemeinsam mit E&M als öffentliches Fach- gespräch durchgeführt. Co- Moderator der Diskussion war Agora-Direktor Rainer Baake, der heute als Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium für die Energiewende zuständig ist. Daraus ist eine feste Partnerschaft zwischen der Denkfabrik und E&M entstanden, die sich weiterhin mit dem Thema Kapazitätsmarkt/ Leistungsmarkt beschäftigt und im März 2014 auch die bevorstehende Reform der Netzentgelte in einem Fachgespräch behandelt hat. Auch das Modell der deutschen Energie- wirtschaft für das Vorhalten von ausreichend Kraftwerksleistung – das Konzept des dezentralen Leistungsmarktes – wurde auf An- regung von Thüga-Chef Ewald Woste, der zugleich BDEW-Prä- sident war, im Frühjahr 2013 in einem E&M-Fachgespräch mit Stadtwerkechefs und Experten auf Herz und Nieren geprüft.  Schloss- und Fachgespräche Das Schloss Mühlfeld am Ammersee ist seit fast 15 Jahren die Heimat von E&M – und gab Idee und Rahmen für die Gesprächsrunden, die dort unregelmäßig mit hochkaräti- genTeilnehmern zu einem bestimmten Energiethema ver- anstaltet werden.Wobei es nicht immer am Ammersee sein muss, auch an der Spree und anderswo fühlen sich E&M und ihre Gäste zuhause. VON TIMM KRÄGENOW 1. April 2013 Der Vorschlag der Stadtwerke Die Thüga und der Verband kommunaler Unternehmen haben einen eigenen Vor- schlag für das künftige Funktionieren des deutschen Strommarktes vorgelegt. Im E&M-Fachgespräch erörtern Thüga-Chef Ewald Woste, Trianel-Chef Sven Be󿿩󿿩󿿩󿿩󿿩󿿩󿿩 Mainova-Vorstand Peter Birkner und der Chef der Stadtwerke Ulm, Ma󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷 die Stärken aber genauso offen auch die Schwächen des Konzeptes. Sie werden unterstützt von den Beratern Ben Schlemmermeier (LBD) und Christoph Maurer (Consentec) und dem Kraftwerksprojektierer Dominique Candrian (PQ Energy). Im Unterschied zu anderen Vorschlägen legt im Stadtwerke-Modell nicht eine staatliche Behörde fest, wie viele Kraftwerke und Kapazitäten wie Speicher und abschaltbare Lasten für die Zeiten vorgehalten werden, in denen der Strom knapp ist, weil der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint. Sta󿿷󿿷 󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷 Verbraucher – aus technischen Gründen zunächst nur die Großverbraucher – sich festlegen, wie viel gesicherte Leistung sie für die „dunkle Flaute“ bestellen. Um diesen Bedarf zu sichern und im Knappheitsfall wirklich diese Leistung beziehen zu dürfen, müssten sie sich entsprechende Leistungszertifikate beschaffen. Deshalb wird dieses Modell auch als nachfrage-induzierter oder dezentraler Leistungsmarkt bezeichnet. Die Betreiber von Kraftwerken, Speichern und abschaltbaren Lasten würden sich verpflichten, Anlagen zu errichten oder weiter am Netz zu lassen, auch wenn diese im heutigen Strommarktdesign nicht wirtschaftlich sind. Im Gegenzug würden sie Einnahmen aus der Abgabe der Zertifikate erhalten. Der Einsatz der Kraftwerke für die tatsächliche Stromproduktion würde wie bisher über den Groß- handelsmarkt für Kilowa󿿷󿿷 󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷 󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷󿿷 Markt – gesteuert. Brauchen wir einen Leistungsmarkt? Woste: Zunächst würde mich interes-sieren, ob wir alle der Auffassung sind,dass der Strommarkt in seiner jetzigenForm die Versorgungssicherheit nichtsichern kann und wir deshalb weitereMarktelemente brauchen? Maurer: Der bestehende Energy-only-Markt hat in den vergangenen Jahrennicht unbedingt neue Investitionen inKraftwerke angereizt. Er hat aber eineKoordinations- und Innovationskraft,die andere Marktdesigns erstmal bewei-sen müssen. Der Energy-only-Markt hataber auch klare Grenzen. Er kann zumBeispiel nicht mit alleinigem Bezug aufDeutschland die Versorgungssicher-heit decken, weil wir einen europäi-schen Markt haben. Es kann deshalbein durchaus legitimes Ziel politischenHandelns sein, hier Unsicherheitenauszuräumen. Das mangelnde Vertrau-en kann allein schon ein Grund sein,warum es für den Energy-only-Marktschwierig werden könnte. Auch dieje-nigen, die im Grundsatz an seine Funk-tionsfähigkeit glauben, sehen, dasswir zwangsläufig vor einem Übergangstehen: Von unserem heutigen Kraft-werkssystem zu einem System, das fürdie neuen hohen Anteile erneuerbarerEnergien in der Stromversorgung geeig-net ist. Dieser Übergangsprozess kannetwas holprig werden. Selbst wenn manalso im Grunde an die Fähigkeit desEnergy-only-Marktes glaubt, könnte ereine gewisse Abfederung benötigen. Birkner: Es gibt eine Grenze, ab derder Energy-only-Markt nicht mehrfunktionieren kann. In diesem Marktbieten Kraftwerke ihren Strom nach denmarginalen Kosten für die produzierteKilowattstunde an. Wenn wir aber nurnoch Kraftwerke haben, deren Brenn-stoffkosten Null sind, so wie bei denregenerativen Energien, dann liefert derEnergy-only-Markt eine Null als Preis.Damit lässt sich aber nichts finanzieren.In dem derzeitigen Mischsystem auskonventionellen und einem steigendenAnteil erneuerbarer Energien liefert erein relativ niedriges Preissignal. Unddies wird nicht ausreichen, um das Ge-samtsystem zu stabilisieren. Unser Kraftwerk Irsching war geplantfür 5 000 Einsatzstunden mit einemPreis von 65 Euro je MWh. Tatsächlichwird das Kraftwerk künftig nur noch500 Stunden im Jahr laufen. Der Markt-preis für die Megawattstunde müsstealso auf 650 Euro steigen. Diesen Ener-gy-only-Markt möchte ich gerne sehen.Dafür bräuchten wir eine signifikanteMarktbereinigung auf der Erzeugersei-te, die mindestens zehn Jahre dauernwird. Größenordnungsmäßig müssteman dafür den halben französischenPark an Kernkraftwerken abschalten.Jeder wird bis zum letzten Momentwarten und sich sagen, wenn ich nochein bisschen durchhalte, geht vielleichtein anderes Kraftwerk vom Netz, dannwird es bei mir wieder besser. Dabeilaufen wir Gefahr, dass bis dahin auchviele der systemrelevanten Kraftwerkepleitegehen. Becker: Der Energy-only-Marktsoll heute den Einsatz von Kraftwer-ken und die Investition in Kraftwerkesteuern. Die kurzfristige Allokations-effizienz für den effizienten Einsatzder Kraftwerke gewährleistet er. DerEnergy-only-Markt funktioniert abernicht bei der Finanzierung neuerKraftwerke, da die derzeitigen Markt-preise keine Investitionsanreize sen-den. Hat deshalb die Marktwirtschaftversagt? Nein, der Eingriff durch dasErneuerbare-Energien-Gesetz hat eineVerzerrung ins System gebracht, die,wenn wir nicht intervenieren, immerschlimmer werden wird. Jedes Mega-watt erneuerbare Energie führt dazu,dass der Marktpreis immer weitersinkt. Mit diesem System fahren wir andie Wand. Diese Verfehlungen müssenwir korrigieren. Schlemmermeier: Ich sehe das eineNuance anders. Der Energy-only-Marktwurde von den Amerikanern erfunden,um Monopole durch Wettbewerb effi-zienter zu machen. Und jetzt haben wirdas auch in Deutschland: einen hoch-wettbewerblichen Großhandelsmarkt.Dass wir keine Margen für konventio-nelle Energien sehen, liegt nicht alleinan den erneuerbaren Energien. Das hatgerade im oberen Lastbereich mit demgestiegenen Wettbewerb zu tun. Derhat dazu geführt, dass gegenüber 2007beispielsweise bei 55 000 MW Nachfra-ge nach konventionellem Strom in dervertikalen Netzlast der Preis um 30 Pro-zent zurückgegangen ist. Selbst wennwir im Energy-only-Markt über Knapp- heitssignale zu Investitionsanreizenkämen, würden sich ja die Neubautenin der Merit Order vorne einreihenund somit zur Kannibalisierung desPreissignals führen. Die Theorie, dasses durch hohe Preise bei Spitzenlast zuAnreizen kommt, neue Kraftwerke zubauen, funktioniert nicht. Der Energy-only-Markt hat noch nirgendwo in derWelt nachhaltige Investitionsanreizegeneriert. Berz: Der Energy-only-Markt funk-tioniert wie jeder andere Markt mitBananen oder Öl oder sonst etwas.Es gibt aber ein starkes Überangebotam Strommarkt. Und ich gebe HerrnBecker vollkommen recht, dass dasÜberangebot durch einen massivenEingriff in den Markt zustandegekom-men ist. Man hat mit dem EEG,demEinspeisevorrang und der Umlage dafür gesorgt, dass dies kein normalerMarkt mehr ist. Sondern ein Markt,der mit jedem zusätzlichen KilowattLeistung immer mehr in Schieflagegerät. Wenn reformiert werden muss,dann an dieser Stelle. Schlemmermeier: Wir werden indieser Runde nur den Dissenz andieser Stelle festhalten können, HerrBerz. Die Ursache dafür, dass derEnergy-only-Markt keine Investiti-onsanreize setzt, ist losgelöst von denerneuerbaren Energien. Sie sind nurwie ein Turbolader, der den Effekt ver-stärkt. Woste: Die Diskussion zeigt, was ichderzeit auch in vielen Gesprächen mitder Politik erlebe: Es gibt keinen ge-meinsamen Blick auf das Problem. Dieeinen sagen, das Problem wird sich imvorhandenen Marktdesign lösen. Leistungsmarkt - alle Macht den Kunden?Können dieVerbraucher ihren Bedarf an gesicherter Leistung besser abschätzen und steuern als der Staat? Stadtwerke schlagen ein Marktmodell vor, in dem die Nachfrage eine zentrale Rolle spielt und Kunden die Möglichkeit haben, den neuen Leistungspreis gezielt zu beeinflussen. Führende Stadtwerkevertreter und Experten prüfen im E&M-Fachgespräch das Modell auf Herz und Nieren. VON TIMM KRäGENOW EwaldWoste (Thüga): „Die Stärke unseres Modells ist, dass das Nicht-Bauen von Leistung und dasVermeiden von Leistungsbedarf genau so wirtschaftlich sind wie der Zubau von Leistung“ Matthias Berz (Stadtwerke Ulm): „Man hat mit dem EEG, dem Einspeisevorrang und der Umlage dafür gesorgt,dass dies kein normaler Markt mehr ist. Wenn reformiert werden muss, dann an dieser Stelle“ Ben Schlemmermeier (LBD): „Sie wehren sich dagegen,mit einem Kraftwerk absehbar Geld zu verdienen.Zu Ihrem Modell wird man 200 Seiten Gesetz machen und am Ende kein Kraftwerk bauen“ Sven Becker (Trianel): „Das Modell Thüga/VKU setzt einen Kontrapunkt. Wir diskutieren jetzt,wie wir soviel Markt wie möglich erhal- ten und die Nachfrage wirksam flexibilisieren können“ 28 FachgeSPrÄch E&M-S loss- und Fa gesprä e: 2010/22: „Mehr Dru und tro dem Chancen“ – Herausforderungen für den te nis en Service bei Ne gesells a en 2012/12: „Neues Geld für Kra werke?“ − Brau t Deuts land einen Kapazitätsmarkt? 2013/7: „Leistungsmarkt – alle Ma t den Kunden?“ – Das kommunale Konzept für das Marktdesign 2013/13: „Neues Geld für Kra werke – aber wie?“ – Kapazitätsmarkt- konzepte im Verglei 2014/9: „Ne entgelte ri tig reformieren“ – Abs ä ung des Änderungs- bedarfs „Alles kann man nicht lesen. Alles muss man auch nicht lesen. Manches aber schon, und einiges davon liest man sogar gern. Dazu gehört für mich Energie & Management. Diese Branchenzeitung begleitet mich seit 20 Jahren durch die Höhen und Tiefen der deutschen und europäischen Energiewirtschaft. Zwei Jahrzehnte, in denen sich unsere Branche radikal verändert hat: Liberalisierung und Europäischer Binnenmarkt, Klimaschutz und Emissionshandel, Energiewende und die Wechselfälle der deutschen Kern- energiepolitik – wer verstehen will, was unsere Branche bewegt und vor allem: wohin sie sich bewegt, der kann auf die Lektüre von Energie & Management nicht verzichten. Auf die Professionalität, Vernetzung und Urteilsfähigkeit dieser Publikation werde ich auch künftig set- zen. Ich gratuliere Energie & Management herzlich zum 20. Geburtstag und wünsche ihr und den dahinterstehenden Schöpfern noch viele erfolgreiche Jahre!“ Dr. Guido Kno󿿷, Bereichsleiter Political Affairs & Corporate Communications der Eon SE, Düsseldorf GLÜCKWUNSCH Bild:Eon Inhalte und Ergebnisse der Schlossgespräche werden ausführlich in E&M dokumentiert 1. Juli 201462 E&MINTERN 2G Energy AG l Benzstraße 3 l D-48619 Heek l Tel. +49 (0)2568 93470 l www.2-g.de Erdgas | Biogas Geringerer Gasverbrauch bei höchster Leistung Strompreisbremse. Blockheizkraftwerke zwischen 20 und 2.000 kW elektrischer Leistung.

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