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Energie & Management, Ausgabe 13, 2014

„Was macht in heutigen Zeiten einen guten Energiemanager aus?“, wurde Brinker anlässlich der Preisverleihung von E&M gefragt. Seine Antwort: „Die Energiewirtschaft ist mit ihren interna- tionalenVerflechtungen und Abhängig- keiten ungeheuer komplex. Entschei- dend dabei ist, dass man nicht einen Blumenstrauß von Zielen hat, sondern sich gemeinsam mit den Mitarbeitern auf Dinge konzentriert, die man mög- lichst unmittelbar umsetzen kann.“ Bei der EWE, dem damals fünftgröß- ten Energieversorgungsunternehmen Deutschlands mit vielen kommunalen Beteiligungen, waren das vor acht Jah- ren (und sind es heute noch) Energieef- fizienz als Geschäftsfeld, Contracting- modelle, erneuerbare Energien und die Informations- und Kommunikations- technologie; allein auf diesem Feld wur- den von der EWE mehr als 2 000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Stärkste Energiebörse Ein Exot unter den Energiemanagern des Jahres war im Jahr 2007 Dr. Hans- Bernd Menzel, Chef der Leipziger Euro- pean Energy Exchange (EEX). In E&M war zu lesen:„In den bislang fünf Jahren seiner unermüdlichen Vorstandstätig- keit hat Menzel die EEX nicht nur in die Gewinnzone geführt, sondern zugleich auch zur stärksten Energiebörse Konti- nentaleuropas gemacht. Menzel kämpft dabei an vielen Fronten, selten herrscht vollständige Ruhe um die EEX. Man- gelnder Liquidität und Europäisierung soll durch Kooperationen und Fusio- nen begegnet werden; die gehandelten Commodities sind unter Menzels Ägi- de von Strom auf Emissionszertifikate, Kohle und neuerdings auch Gas erwei- tert worden.“ Menzel ist heute als Bera- ter tätig. Cooler Youngster Mit 40 Lebensjahren war Sven Becker, Geschäftsführer des Stadtwerke-Bünd- nisses Trianel, im Jahr 2008 der jüngste gewählte Energiemanager des Jahres. E&M schrieb: „Trianel hat sich inner- halb von nicht einmal zehn Jahren in der deutschen Energielandschaft und der Medienöffentlichkeit etabliert. Zum einen als Großhandelsplattform für die mittlerweile 41 Gesellschafter, vor allem aber durch die vier Großpro- jekte im Erzeugungssektor. Dazu zäh- len das Gaskraftwerk in Hamm-Uen- trop, die beiden Kohlekraftwerke in Lünen und Krefeld-Uerdingen sowie die angekündigte Beteiligung am Off- shore-Windpark BorkumWest 2.“ Dass diese Projekte nicht ganz rund- liefen, hat mit den politischen Wirrun- gen zu tun, denen so mancher Energie- manager in Deutschland ausgesetzt ist. In seiner Laudatio für Becker jeden- falls sagte der Vorjahres-Sieger Hans- Bernd Menzel: „Das war eine Rich- tungsentscheidung, denn hatten an- fangs Chefs traditioneller Energie- versorger das Rennen bei dem E&M- Wettbewerb gemacht, so ist mit Sven Becker einVertreter der Generation ge- ehrt worden, für die Handel mit Ener- gie und der Energiemarkt ganz allge- mein zum täglichen Handwerkszeug zählt.“ Ökologisch vorbildlich Diese Wahl war eigentlich längst über- fällig: Dr. Kurt Mühlhäuser, Vorsitzen- der der Geschäftsführung der Stadtwer- ke München GmbH (SWM), wurde zum Energiemanager des Jahres 2009 ge- wählt; geehrt wurde der zu diesem Zeit- punkt 65-jährige auch für sein Lebens- werk. Mühlhäuser hatte die Geschicke des Stadtwerkes über ein Jahrzehnt lang geprägt. „Unter seiner Führung wandelten sich die SWM von einem stark defizitären städtischen Monopol- betrieb in ein wirtschaftlich erfolgrei- ches und zudem ökologisch vorbildli- ches kommunales Unternehmen“, so Roland Hartung Helmut Haumann Klaus Rauscher Dieter Attig Werner Brinker  Hans-Bernd Menzel Sven Be󿿩er Bernd Wilmer Johannes van Bergen (Mitte) mit Helmut Sendner (l.) und Hermann- Josef Pelgrim, Oberbürgermeister von Schwäbisch Hall das Jury-Mitglied Dr. Matthias Cord von A.T. Kearney. Eine Studie der TU Mün- chen kam damals zu dem Schluss: Die SWM haben im Vergleich mit 134 euro- päischen regionalen Infrastruktur- und Versorgungsdienstleistern die „umfas- sendste und tragfähigste Strategie zur Reaktion auf die zukünftigen energie- strategischen Herausforderungen“. Meilenstein in der Rekommunalisierung Sie war spektakulär, vor allem auch des- halb, weil sie so leise verlief: Die Über- nahme der Eon-Anteile Ende 2009 an der Thüga für 2,9 Milliarden Euro durch vier kommunale Unternehmen. Ener- giemanager des Jahres 2010 wurden: Dr. Constantin H. Alsheimer, Vorsitzender desVorstandes der Mainova AG, Herbert Dombrowsky,Vorsitzender desVorstan- des der N-Ergie (heute im Ruhestand), Michael G. Feist, Vorsitzender des Vor- standes der Stadtwerke Hannover AG, Preisgeber und Geehrte: Christian Held, Constantin H. Alsheimer, Herbert Dombrow- sky, Helmut Sendner, Thorsten Radensleben, Norbert Neu- mann und Michael G. Feist (v.l.) Kurt Mühlhäuser (2. v. l.) wird gefeiert von Helmut Sendner, dem Künstler Robert Harbauer und den Juroren Christian Held und Matthias Cord (v.l.) Dieter Nagel Bilder:MVV,Thuega,StadtwerkeSaarbrücken,RheinEnergie,Va󿿷enfall,EWE,EEX,Trianel,SWBochum,E&M Energie Südbayern GmbH Energie Südbayern – Regionaler Partner der Kommunen Seit 50 Jahren Energieversorger der Region. Unsere Leistungen: Entwicklung zukunftsweisender Energielösungen Intelligente Energiekonzepte für Städte und Gemeinden Sichere und strukturierte Energiebeschaffung und -lieferung Individuelle Beteiligungsmodelle Erfahren Sie mehr unter www.esb.de AZ_Kommune_210x75_2014_RZ.indd 1 02.04.14 11:45 1. Juli 20146 ENERGIEMANAGER DES JAHRES

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