Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Energie & Management, Ausgabe 13, 2014

1. Juli 2014 wird in ein, zwei Jahren klar, welche Richtung das nimmt. Unter diesen Umständen braucht es Optimismus, sich für Marktprinzipi- en einzusetzen. Für Rudolf Summer- matter, Geschäftsführer der Trianel Suisse, gilt: „Im Moment ist Schwung im Strommarkt. Die Schweiz wäre gut beraten, wenn sie diesen Schwung für die weitere Entwicklung ausnutzen würde.“ Summermatter ist so etwas wie ein Shooting Star. „Die Deutschen sind schuld“ Neben der Tatsache, dass die grossen politischen Fragen offen sind, gibt es auf der lokalen Ebene Hickhack und Ad-hoc-Interventionen. Nachdem die Stadtwerke Winterthur zu Trianel als Beschaffungsplattform wech- selten, gab es einen Aufschrei. Die Kernkraft-Lobby malte in schwarzen Farben, wie Winterthur mit „deut- schem Dreckstrom“ das Image des grünen Ökostrom-Landes beschädi- ge. Nun fordern Umweltschutz- und Solarenergiekreise zusammen mit der liberalen Partei FDP eine „Dreck- strom-Abgabe“. Überhaupt die Deut- schen: „Wir wollen nicht die gleichen Fehler machen wie die Deutschen“, beschwört Energieministerin Doris Leuthard ihr Publikum bei jeder Gele- genheit. Der EEG-Strom gilt landläu- fig als Vernichter der einheimischen Wasserkraft und als Verursacher für die wirtschaftlichen Probleme der schweizerischen Stromwirtschaft. Das geht zum Beispiel so: Am 16 Juni veröffentlichte die staatlich kontrollierte Kraftwerks-Holding Axpo ihr Halbjahresergebnis und gab in der Pressemeldung die Schuld für ihr miserables Ergebnis: den Deut- schen. „Die massive Einspeisung subventionierter Energien und die dadurch immer tieferen Grosshan- delspreise für Strom wirken sich substanziell auf das Halbjahresergeb- nis aus.“ Für den Präsidenten der Schweize- rischen Elektrizitätswerke VSE, Kurt Rohrbach, ist klar: „Das deutsche EEG hat unsereWasserkraft kaputtge- macht.“ So tönt es seit Jahren, und die Handelskonzerne Axpo (früher EGL), Alpiq (früher Atel und EOS), Repower sowie BKW leiden wie die deutschen Ex-Monopolisten Eon, RWE und Vattenfall unter dem, was Jasmin Staiblin als „neue Realität“ erkennt. Die Alpiq-CEO, die seit vergangenem Jahr dem Konzern vorsitzt, soll es nun richten.Von der alten Garde der eins- tigen Überlandwerke ist praktisch nur noch Andrew Walo am Steuer der Axpo, der von der Axpo-Tochter CKW an die Konzernspitze wechselte – die Axpo steht dabei vor grossen Proble- men. Wirtschaftliche Probleme behindern Strommarkt Die wirtschaftlichen Probleme der staatlich kontrollierten Stromkonzer- ne machen den Verantwortlichen auf Landes- und Gemeindeebene Sorgen, dass sie zur Kasse gebeten werden könnten. Das schafft Unlust auf einen Strommarkt. Zwar wird die Strom- marktöffnung seit 1995 diskutiert. 2002 wurde ein langjährig ausgearbei- tetes Elektrizitätsmarktgesetz in einem Referendum verworfen. 2009 trat ein Stromversorgungsgesetz in Kraft, das eine Teilliberalisierung für Grossbe- zieher vorsieht. Laut Walter Stein- mann, Direktor des Bundesamtes für Energie, ist mit einer vollen Öffnung frühestens in vier oder fünf Jahren zu rechnen – zugleich soll nun über ein Gasmarktgesetz nachgedacht werden. Gegen eine volle Liberalisierung sprechen sich die Gewerkschaften aus. Sie brachten 2002 das Elektrizi- tätsmarktgesetz untypischerweise per Referendum zu Fall, indem sie durch Leitfiguren der rechtspopulistischen schweizerischen Volkspartei unter- stützt wurden. Der Chemie-Milliar- där und SVP-Übervater Christoph Blocher spricht sich nicht nur gegen eine Strommarktöffnung aus, sondern gegen ein bilaterales Stromabkommen mit der Europäischen Union – eine ganz große energie- und europapoli- tische Baustelle. Unterdessen entwi- ckelt sich die Schweiz zum Sonderfall in Strom-Europa. Sie wird voraussicht- lich bis auf Jahre nicht am Strombin- nenmarkt teilnehmen, weil das Land über seine europapolitischen Ziele völlig zerstritten ist. Sabine Löbbe von Löbbe Consulting, die die deutsche und die schweizerische Szene von ihrer Arbeit her bestens kennt, sagt nüchtern: „Man beobachtet die Ent- wicklung mit Staunen.“  Kraftwerk Bieudron: Wasserkraft ist eine der Schweizer Hauptenergiequellen 51SCHWEIZ Bild:Alpiq www.steag-newenergies.com STEAG New Energies GmbH St. Johanner Straße 101–105 66115 Saarbrücken Telefon +49 681 9494-9111 Telefax +49 681 9494-9368 info-newenergies@steag.com Dezentrale, erneuerbare Energien in Partnerschaft mit Kommunen, Stadtwerken und der Industrie Windenergie, Bioenergie, Geoenergie, Fernwärme, KWK Viele Wege – ein Ziel SichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichereSichere EnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergieEnergie STNE-0065-009 AZ Sichere Energie A4+3.indd 1 11.04.14 15:35

Seitenübersicht