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Energie & Management, Ausgabe 13, 2014

W ie sieht die Erfolgsbi- lanz für die Mitanteils- eigner von EnBW, Eon und RWE aus, die ihre Aktien bereits vor rund zwei Jahrzehn- ten erworben und seitdem durch dick und dünn behalten haben? Und wie werthaltig stehen die deutschen Ver- sorgungsgiganten gemessen an ihrer Ertragskraft im 20-Jahres-Vergleich da? Die heutigen Kurse für die großen Versorger spiegeln eine schwache Er- tragsentwicklung – vor allem als Folge stark unter Druck stehender Stromprei- se – sowie die nach dem beschleunigten Kernkraftausstieg deutlich eingetrüb- ten Perspektiven wider. Durch die Fu- kushima-Katastrophe und durch den dieser folgenden Radikalschwenk in der Atomausstiegspolitik hatte die Versor- gerbranche einiges von ihrem Nimbus als Hort eines ziemlich risikolosen und kontinuierlichen Wachstums verloren. Die im Gefolge der Finanzkrise 2009 einsetzende Rezession und die damit einhergehenden Nachfragerückgänge auf den Energiemärkten machten der Mär der von Jahr für Jahr steigenden Die Aktien der großen deutschen Energieversorgungskonzerne haben in den letzten Jahren einiges an Kursniveau eingebüßt. Insbesondere, wenn man die aktuellen Notierungen mit den historischen Gipfeln aus den Jahren 2007/2008 vergleicht, errechnen sich für die letzten Jahre erhebliche Kursverluste. VON SPECULANTIUS Bild:E&M Aufstieg und Fall der großen Drei Preise auf den europäischen Stromter- minmärkten schnell den Garaus. Immer stärker unter Dru󿿩 gekommen Entsprechend mussten die bis dahin in Analystenkreisen durchweg anerkann- ten „rosigen“ Zukunftsszenarien für Mengen und Erlöse einer kritischen Überprüfung unterzogen werden. Auf der Angebotsseite sorgten rasch zuneh- mende Mengen an Ökostrom mit sei- nem Vorrang bei der Netzeinspeisung für immer heftigere Preisausschläge nach unten – insbesondere zu Spitzen- erzeugungszeiten. Die etablierten Konzerne gerieten mit ihrer vornehmlich fossilen und nuklea- ren Stromproduktion immer stärker mit nicht mehr auskömmlichen Erlö- sen in die Bredouille. Insbesondere die Kraftwerkssparten der großen Konzer- ne büßten zuletzt ihre bis dahin hohe Profitabilität ganz erheblich ein. Der Ausgangspunkt unserer Betrach- tungen liegt allerdings 20 Jahre zurück, also in einer Zeit, als sich die Strom- und Gasversorger noch als Monopolis- ten fühlen durften. Die Frage nach Profitabilität und Margen hatte damals noch keine wirkliche Brisanz. Schlan- ke Kostenstrukturen waren sicherlich auch im Jahr 1994 prinzipiell schon von Vorteil – überlebensnotwendig waren sie zu der Zeit allerdings nicht unbe- dingt. Eine echteWettbewerbssituation auf dem Strommarkt – beginnend zu- nächst bei den Sondervertragskunden – stand damals noch bevor. Und noch stand in den Sternen, wie sich diese auf Mengen und Margen der einzelnen An- bieter auswirken würde. Finanzhebel im Einsatz Nicht zuletzt im Zuge der ab Mitte der 1990er Jahre heranrollenden Liberali- sierung und Internationalisierung der Energiemärkte drehte sich das Über- nahmekarussell immer schneller. Die Viag schluckte zunächst das Bayern- werk und wurde dann ab 2000 mit der noch größeren Veba zur Eon vereinigt, die dann weiterhin auch internatio- nal mit Takeovers unterwegs war. 2001 ging die klar kommunal do- minierte VEW im noch weitaus grö- ßeren RWE-Konzern auf, der sich damals von seiner Essener Konzern- zentrale aus längst auf internationa- le Einkaufstour begeben hatte, um alsbald den Aufbau eines „Wasser- imperiums“ mit Schwerpunkten in Großbritannien und in den USA anzugehen. Leitungsgebundene Ver- sorgung auf allen Ebenen in der Hoff- nung, damit Synergieeffekte heben zu können, bestimmte dabei offenbar die strategische Ausrichtung. „One Group. Multi Utilities“, lautete um die Jahrtausendwende ein Motto des RWE-Konzerns. Allerdings war in den ersten Jahren nach der Jahrtausendwende auch das Leveraging – die Nutzung einer finanziellen Hebelwirkung – des zur Verfügung stehenden (Eigen-)Kapi- talstocks in der Branche en vogue: Da die Versorger über erstklassige Ratings verfügten, war es für sie ein Leichtes, ihre neuen Beteiligungs- portefeuilles über umfangreiche ENERGY BUSINESSSMART Die Konferenzen der Reihe bieten: + EFFIZIENTES NETWORKING – Im direkten Kontakt zu Entscheidern der Branchen + IMPULSE FÜR IHR DAILY BUSINESS – Inspiration durch exzellente Key Notes und intensives Co-Creation + PRÄSENZ IN DER COMMUNITY! – Gemeinsam gestalten wir Ihre Positionierung www.euroforum.com/smart Die Veranstaltungsreihe im Überblick: SMART METERING & VERTRIEB 9. UND 10. SEPTEMBER 2014 18. UND 19. SEPTEMBER 2014 THE EUROPEAN GRID NOVEMBER 2014 ENERGY STORAGE 28. und 29. OKTOBER 2014 SMART CONNECTIONS NOVEMBER 2014 SMART ENERGY PARTY JANUAR 2015 NEW ENERGY FOR SMART INNOVATION Inspiration durch exzellente Key Notes und intensives Co-Creation Smart Energy: Enabler für Ihr Business Infoline: +49 (0)2 11/96 86–34 21 P1106592_210x148,5_em.indd 1 02.06.2014 09:41:17 1. Juli 201440 SPECULANTIUS Bild:E&M Aufstieg und Fall der großen Drei 40 SPECULANTIUS

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