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Energie & Management, Ausgabe 13, 2014

1. Juli 2014 31CONTRACTING „20 Jahre Energie & Management - 20 Jahre Energiewirtschaft“ 20 Jahre Kompetenz in der Energieberichterstattung! 20 Jahre energetisch „up to date!“ ...Wir gratulieren nachhaltig! Am Giener 13 • 55268 Nieder-Olm Telefon 0 61 36 / 92 15 0 info@edg-mbh.de • www.edg-mbh.de „Wir gestalten Energie-Zukunft“ EDG EnergieDienstleistungsGesellschaft Rheinhessen-Nahe mbH I n den Jahren1993/1994 kamen die ersten Akteure in den Markt (IPF Reilingen, ECH Heidelberg, Getec, WFG etc.) und es gab die ersten Projektveröffentlichungen und Berichte (Opel, Deutsche Bahn, Uni- versitäten). Dort ging es um dezentrale ther- mische Versorgung im Leistungs- bereich von rund 1 bis 10 MWth, manchmal mit KWK/Gas (Motoren, Gasturbinen) – und immer um die neue Dienstleistung: Der Contractor macht das Konzept, er plant, baut, finanziert und betreibt die Energie- erzeugungsanlagen – der Kunde hat keinen Aufwand, er bezahlt Grund- und Arbeitspreise, hat Anspruch auf eine „Bestversorgung“ mit Vorteilen gegenüber der klassischen Eigenre- gie. Spezielle Märkte und Lösungen für große und kleine Leistungsbereiche Schon in den neunziger Jahren entwi- ckelte sich eine Reihe von speziellen Märkten und Produktbereichen, wie zum Beispiel: • Kleine Heizungsanlagen unter 100 000 Euro, bis heute über 20 000 Verträge, vielfach entstanden mit dem Contractingverband VfW, Hannover • Package- und Modullösungen, oft mobil, im Leistungsbereich von 1 bis 20 MWth, beispielsweise 500 Anlagen von Heidelberg (KAH, ECH), Saarbrü- cken (SFW) und anderen • KWK-Technik mit Motoren und Gasturbinen, die stark von den Con- tractingvorgaben („Modul, standardi- siert“) profitiert haben • Nach dem Jahr 2 000 die Nutzung von Biomasse im Contracting von 1 bis 5 MWel, 5 bis 20 MWth. 1995 bis 2000 wuchsen Fachverbände als Brücke für Contractoren und ihr Denken – bis heute solide Plattfor- men wie zum Beispiel: • VfW Hannover für Kleincontracting, Handwerk, dezentrale Lösungen • Forum für Contracting, Forum für Zukunftsenergien etc. für klassische, oft auch komplexe Lösungen aller Art. In beiden Bereichen hat sich Energie & Management von Anfang an als kreative Triebkraft der Contracting- bewegungen und als Lokomotive betätigt, bis heute ist der Annoncen- bereich von E&M der beste Spiegel der Akteure und Neuigkeiten in der Branche. Rasch wurden Chancen und Hemm- nisse aus der Finanzierung klar und in zahllosen Fachtagungen behan- delt: • Die finanzierende Bank sucht Si- cherheiten, zunächst beim Contrac- tor, letztlich aber viel nachhaltiger aus dem langfristigen Contracting- vertrag • Der Contractor sucht einerseits lange Verträge, andererseits flexible finanzierbare Konzepte • Die Bilanzierungsrichtlinien (IAS) bergen häufig Probleme und Zünd- stoff, sind aber oft sehr konstruktiv zu erfüllen (mehrere Abnehmer, Um- setzbarkeit etc). Viele Nutzeffekte, Standards und kreative Hartnäckigkeit haben die Contractingbranche geprägt, unter anderem: • Wie sichere ich mein Investment für Jahre (Umsetzbarkeit, Wiederver- wendbarkeit, Mobilität)? • Welche Worst-Case-Szenarien muss ich beherrschen (Energiepreise, Ver- fügbarkeit, Strom, Bedarf)? • Wie sichere ich 100 Prozent Verfüg- barkeit (Speicher, Mehrkessel)? Nutzungskonzepte für regenerative Energien mit Contracting Ab 2000 wurde Contracting zuneh- mend die Plattform für Nutzungs- konzepte regenerativer Energie in der Energiewende im oft vergessenen Wärmemarkt. Heute ist Contracting hier als unverzichtbarer Baustein für die massiven Anforderungen für den Umbau des deutschen Wärme- marktes in der Energiewende ins- talliert. Gemeinsame Initiativen von Ministerien, Verbänden und Landes- regierungen verdeutlichen die enor- me Bedeutung von Contracting mit neuen Formen in der zukünftigen Energiewirtschaft. Ganz neue Schlagworte markieren die zukünftigen Anforderungen an Contracting: • Strom- und Wärmeversorgung bil- den ein oft untrennbares Paket • Contracting umfasst „im Blumen- strauß“ nicht einzelne Geräte und Segmente, sondern die ganze Fülle kleiner und großer Verbesserungs- optionen • Die Zukunft sind smarte Verknüp- fungen mit Lastmanagement und steuerbarem Umfeld • Flexibilität, Stufenkonzepte etc. ge- winnen an Dominanz • Neue Akteure sind zu integrieren (Handwerk, Genossenschaften).  So zieht sich lückenlos der rote Faden „Energiecontracting“ durch die letz- ten 20 Jahre einer faszinierenden Ent- wicklung, die Energie & Management von Anfang an mitgestaltet hat mit • Runden Tischen und lernenden Netzwerken • Berichten von Anlagen, Anwendun- gen, Entwicklungen • Fachtagungen und Kongressen • kritischen Berichten • Annoncenseiten mit allen Akteu- ren. Rund 1 500 konkrete Projekte, Ver- träge, Anlagen und Ereignisse zum Thema Contracting waren in 20 Jah- ren Bestandteil von E&M. Unendlich viele spezielle Ge- schichten flankierten diese wichtige 20 Jahre Energiecontracting im Zeitraffer Ulrich Kaier* gehörte zu den Pionieren des Contractinggeschäftes in Deutschland. Hier sein kurzer Abriss des Geschehens seit 1994.  „Lieber Herr Sendner, die E&M müsste man sofort erfinden, wenn es sie nicht schon gäbe: aktuelle Infor- mationen zu Energie-Politik-, -Technik und -Wirtschaft, sorgfältig recherchiert, kri- tischer Journalismus zu allzu euphorischen Klängen aus den Marketing-Büros. Man verspürt die Erfahrung um das Spannungsfeld zwischen Innovation und aufbrechenden First Movern, gebremst von bestehenden Gedankenwelten und Machtstrukturen. Zu schade, dass mir häufig die Zeit fehlt, den Reichtum von E&M zur Kenntnis zu nehmen. Ich hoffe auf die Mit- leser mit etwas mehr Zeit.“   Prof. em. Dr.-Ing. Eberhard Jochem, Geschäftsführer des Institutes für Ressourceneffizienz und Energiestrategien (IREES), Karlsruhe GLÜCKWUNSCH Manager, Gründer, Verkäufer und stetiger Entwickler *Dr. Ulrich Kaier (66) ist studierter Maschinenbauer und in seinen 40 Berufsjahren zur personifizierten Energieeffizienz geworden. „Zehn Prozent sind immer drin, oft 20, nicht selten 30 und manchmal auch 40 und 50“, so warb er für Contracting- modelle und damit verbundene Energieeinsparpotenziale. Rund 300 Projekte hat er umgesetzt, war Vorstand bei Kraftanlagen Heidelberg, hat die Energiecontracting Heidelberg AG gegründet und an die Bosch-Gruppe verkauft, hat die Energie- und Umweltdienste GmbH in Heidelberg als Geschäfts- führer und Gesellschafter ins Leben gerufen und ist in vielen Fällen dabei, wenn Energiegenossenschaften gegründet werden. Entwicklungszeit eines Geschäftsmo- dells auf dem Wege von der „blöden Idee“ über „Finanzierungskrücke für Arme“ bis zum heute „unverzichtba- ren Baustein der Energiewende“. Eigentlich müsste man eine Anek­ dotensammlung schreiben über 20 Jahre oft unglaublicher Geschich- ten, die letztlich eine Handvoll Menschen und Firmen geprägt hat. Energie &Management war immer dabei.   Ulrich Kaier: Strom- und Wärmeversorgung und neuerdings die smarte Verknüpfung mit dem Lastmanagement sind Grundlagen für Contracting Bild:ECH Bild:Jochem MAGAZIN 3. November 2014 ENERGIE & KARRIERE • Jobparadies Energiewende • Aus- und Weiterbildung • Personalberater Kontakt EnergyRelations GmbH · Theresia S mid Telefon +49 (0) 81 92 / 99 73 33 0 Mail: info@energyrelations.de Termine Ers eint am: 3. November 2014 Anzeigens luss: 8. Oktober 2014 er_eigenanz_270_49_5_magazin2.indd 1 23.06.14 15:55

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