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Energie & Management, Ausgabe 13, 2014

1. Juli 2014 29KWK Bild:RolandHorn D as wichtigste Ereignis der Energiewirtschaft der letz- ten 20 Jahre ist für mich die 1998 beschlossene Liberalisierung des Strom- und Gasmarktes. Endlich wird der frische Wind des Wettbewerbs die verkrusteten Monopolstrukturen aufbrechen und der freie Unternehmer- geist über die risikoscheue Behäbigkeit siegen − das war damals auch meine Hoffnung als überzeugter Marktwirt- schaftler. Die Naivität – oder gar sträf- liche Ignoranz – der Bonner Regierung von Bundeskanzler Helmut Kohl und seines FDP-Wirtschaftsministers Gün- ter Rexrodt, nach der Aufhebung der Gebietsmonopole werde „der Markt“ schon alles richten, teilte ich aller- dings nicht. Die E&M-Redaktion bot frühzeitig denjenigen ein Forum, die Zweifel daran hatten, dass sich ein dis- kriminierungsfreier Zugang zu Netzen per Verbändevereinbarung erreichen lässt. Der gegenwärtige Zustand einer überbordenden Regulie- rung durch die Bürokratie der Bundesnetzagentur ist allerdings nur ein anderes Extrem, nicht eine Lösung. Zwei weitere Geburts- fehler der Liberalisierung, die ich immer wieder in meinen Artikeln und Kommentaren in E&M angesprochen habe, wir- ken nach. Der erste ist das Konstrukt einer Kupferscheibe Deutschland, auf der die Stromliefe- rungen ohne Rücksicht auf die physi- schen Verhältnisse und Engpässe im realen Netz in überregionalen Bilanz- kreisen administriert werden. Damit fehlen Preissignale, die unternehmeri- sche Entscheidungen zur Standortwahl der Erzeugungsanlagen oder neuer energieintensiver Produktionsstätten so lenken, dass ein gesamtwirtschaft- liches Optimum zwischen netzkos- tensparenden dezentralen Strukturen und den vom Skaleneffekt profitierenden zentralen Lösungen ange- strebt wird. Der zweite Geburtsfehler ist, den von Grenzkosten des Merit-Order-Kraftwer- kes bestimmten Preis der Strombörse zum alleinigen Taktgeber der Elektrizitäts- wirtschaft zu machen. Dies spülte zunächst gutes Geld in die Kassen der Besitzer von abgeschriebe- nen Kern- und Kohlekraftwerken. In Zeiten steigender Solar- und Wind- stromeinspeisung mit variablen Kosten nahe Null ist die Kapitalvernichtung für fast alle fossilen Kraftwerke vorpro- grammiert. Der Ruf nach einer Reform in Gestalt eines Kapazitätsmarktes wird daher immer lauter – eine Diskus- sion, die E&M weiter kritisch begleiten wird.  RÜCKBLICK Das war der Hammer: Freiheit mit Geburtsfehlern -Stellv. Chefredakteur Jan Mühlstein „Als energiewirtschaftliches Forschungsin- stitut mit 65-jähriger Geschichte ist für uns Präsenz in der Fachwelt und Öffentlichkeit sehr wichtig. Wir schätzen den fachlichen Diskurs mit Helmut Sendner und seinen Mitarbeitern sehr. Energie & Management bietet uns immer wieder die Plattform, unsere Forschungsarbeiten einem breiten Publikum vorzustellen. Besonders gefällt uns die 14-tägliche Erscheinungsweise, die eine hohe Aktualität gewährleistet. Wir gratulieren E&M zum 20.  Jubiläum und freuen uns auf viele weitere Jahre der guten Zusammenarbeit.“ Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Mauch, Ge- schäftsführer der Forschungsstelle für Energie- wirtschaft e.V., München GLÜCKWUNSCH Bild:E&M „Energie & Management ist seit 20 Jahren ein wichtiger Informationsgeber für alle wichtigen Nachrichten im Bereich der Ener- giewirtschaft. Besondere Freude macht mir seit Jahren die Jurytätigkeit zur Wahl des Energiemanagers des Jahres (siehe Seite 5; die Red.). Ich wünsche Energie & Manage- ment weitere erfolgreiche 20 Jahre mit vie- len spannenden Themen in einer sich weiter wandelnden Welt der Energiewirtschaft.“ Prof. Dr. Claudia Kemfert, Leiterin der Energieabtei- lung beim DIW, Berlin GLÜCKWUNSCH Wissen!Informiert sein. Sa li , neutral, aktuell. Abonnieren Sie je t Energie & Management • S loß Mühlfeld • 82211 Herrs ing • Fax: 08152/9311-22Energie & Management • S loß Mühlfeld • 82211 Herrs ing • Fax: 08152/9311-22 www.energie-und-management.de • bestellung@emvg.de e&m_allg_105x51.indd 1 04.04.14 09:21 EC_POWER_E&M_Klischee_Anzeige_105x297_20Jahre.indd 1 23.06.14 11:57

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