Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Energie & Management, Ausgabe 13, 2014

A ls leistungsfähige und ex- portorientierte Industriena- tion braucht Deutschland eine zuverlässige und be- zahlbare Energieversorgung. Mit der am 1. August in Kraft tretenden Novelle des Erneuerbare-Energien- Gesetzes hat die Bundesregierung den Kurs vorgegeben: Sie lenkt den Ausbau der erneuerbaren Energien in ökologisch und ökonomisch sinnvol- le Bahnen und stärkt Kosteneffizienz undWettbewerb. Die regenerativen Energien haben bereits heute die Leitfunktion auf dem Strommarkt übernommen. Im vergangenen Jahr stammten 27 Pro- zent des in Deutschland erzeugten Stroms aus erneuerbaren Quellen. Deutschland kommt also zügig voran − schneller, als viele gedacht hatten, schneller vermutlich, als viele gewollt haben. Und auch wenn die Fort- schritte bei der Energieeffizienz noch unbefriedigend sind, so ist das Mann- heimer ZEW (Zentrum für Europäi- scheWirtschaftsforschung) in seinem jüngsten Monitoringbericht davon überzeugt, dass die Langfriststrategie der deutschen Energiepolitik umge- setzt werden kann. Dazu braucht Deutschland ein Marktsystem, in dem sowohl die er- neuerbaren, aber volatilen als auch die konventionellen, aber sicheren Energien und insbesondere die hoch- effiziente Kraft-Wärme-Kopplung volks- und betriebswirtschaftlich sinnvoll betrieben werden können. Denn auch in Zukunft werden in Deutschland flexible steuerbare Er- zeugungs- und Speicherkapazitäten benötigt, um Schwankungen von Wind und Sonne auszugleichen. Gleichzeitig müssen die Übertra- gungs- und Verteilnetze aus- und umgebaut werden, damit die zu- nehmenden dezentral erzeugten Strommengen intelligent aufgenom- men und bis zu uns Verbrauchern verteilt werden können. Diese neu- artige Erzeugung verschiebt das gesamte Energiesystem. Die dezen- trale, erneuerbare, flexible, intelligen- te Energiewelt hat viel gravierendere Auswirkungen auf unsere Energiever- sorgung und damit auf unsere Gesell- Erneuerbare Energien sind Taktgeber Die Katastrophe von Fukushima hat dieWelt verändert und damit etwas geschafft, was eine jahrzehntelange Diskussion in Deutschland nicht erreicht hat: Es besteht Konsens in Gesellschaft und Politik zum Ausstieg aus der Kernenergie und für ein Energiesystem, in dem erneuerbare Energien dieTaktgeber sind. Jetzt geht es um die richtigenWeichenstellungen und die konkreten Umsetzungsschritte. Gedanken von Georg Müller*. schaft, als viele das bisher für möglich gehalten haben. Die dezentrale intelligente Energiewelt hat viel gravie- rendere Auswirkungen, als viele das bisher für möglich gehalten haben Für die deutsche Energiewirtschaft be- deutet das eine tiefgreifendeVerände- rung. Die Unternehmensnachrichten sind voll von Herausforderungen und Risiken. Es ergeben sich aber auch Chancen − Chancen für Unterneh- men, die schnell und kundenorien- tiert, die mutig und entschlossen, die innovativ und anpassungsfähig sind. Welche Dynamik diese Entwicklung inzwischen gewonnen hat, kann man daran ablesen, dass sich nicht nur die klassischen Energieunternehmen um dieses Thema kümmern, son- dern auch leistungsfähige Player aus anderen Bereichen. Schon rauscht der Blätterwald, aus Google könne in Zukunft ein Energieunternehmen werden. Dabei wird sich die tradierte Trennung von Branchen auflösen. Es wird überschneidende und überlap- pende Geschäftsmodelle geben. Neue Kooperationen und Partnerschaften bilden sich − mit IT, mit Telekommu- nikation, mit der Automobilbranche, mit der Gebäudewirtschaft, mit dem Bau und mit vielen anderen mehr. MVV Energie will und wird da nicht nur mitschwimmen. Wir wollen auch in Zukunft Vorreiter, Treiber und Motor sein. So hat unsere Unterneh- mensgruppe in den ersten sechs Mo- 1. Juli 201416 ERNEUERBARE MVV betreibt derzeit Windkraftanlagen an Land mit einer Gesamtleistung von 174 MW; hier der Windpark Kirchberg  Bilder:MVV Georg Müller: Die Chancen der neuen Energiewelt offensiv nutzen www.trianel.com 20 Jahre Energie & Management. TRIANEL GRATULIERT.

Seitenübersicht